Mit neuer Energie in die zweite Halbzeit!

Vergangene Woche fand im Sportlerheim des SV Spesbach, dessen barrierefreier Außenbereichsumbau unser erstes vollständig abgerechnetes LEADER-Projekt ist (!), ein Workshop zur Halbzeitevaluierung statt. All unsere Vorstandsmitglieder waren herzlich dazu eingeladen, die bisherige Förderperiode zu reflektieren, um den Kurs für den verbleibenden Zeitraum zu korrigieren und zukünftige Maßnahmen am regionalen Bedarf auszurichten.

In lockerer Runde wurden zunächst die jetzige Situation der LAG anhand von Bildkarten umschrieben und erste Zukunftsideen geäußert. Darauffolgend wurde in einer sog. SEPO-Analyse Erfolge (S) und Misserfolge (E) des vergangenen sowie Möglichkeiten (P) und Hindernisse (O) des zukünftigen LEADER-Prozesses für die LEADER-Region erarbeitet.

Als besondere Erfolge werden die bisher geförderten Projekte angesehen. Es wurden Ideen gebündelt und Projekte ermöglicht, für die sonst kein Geld zur Verfügung gestanden hätte. Die Fördermittel im Gesamten bringen eine große oder kleine Unterstützung für Vereine oder Gemeinden und treiben das Zusammenwachsen der Region voran.

Misserfolg der Vergangenheit hingegen stellt vor allem die lange und schwierige Anlaufzeit der Arbeit der LAG bedingt durch formelle Hürden dar. Hierdurch ging nicht nur Zeit verloren, sondern auch Fördermittel.
Die Teilnehmer des Workshops definieren die Zusammenarbeit und den Austausch mit anderen LEADER-Regionen als große Möglichkeit einer Verbesserung der zukünftigen Arbeit. Weiterhin stellen eine stärkere Einbindung unterschiedlicher Akteure (z.B.: Kinder und Jugendliche, „grüne“ Berufe, Akteure der gesundheitlichen Versorgung) eine potenzielle Chance dar.

Hindernisse, die die LAG in ihrer Arbeit einschränken, seien vor allem bürokratische Hürden, hoher Zeitaufwand, starre Fristen und das an Projektaufrufe gebundene Förderbudget. Die meisten dieser Hindernisse obliegen jedoch nicht dem Aufgabenbereich der LAG, weshalb sich eine Beseitigung dieser schwierig gestalten wird.

Im Rahmen des Workshops wurden weiterhin die Ergebnisse der Online-Umfrage des Regionalmanagements sowie der Halbzeitbefragung des Ministeriums vorgestellt. Zudem wurde ein Zwischenstand der Zielfortschrittsanalyse präsentiert. Ausführliche Ergebnisse dieser Umfragen und Analysen werden im Bericht zur Halbzeitevaluierung veröffentlicht.

Am Ende des Workshops galt es Strategien bzw. Schritte für die Zukunft zu diskutieren. In einer thematischen Priorisierung der Handlungsfelder wurde ein Schwerpunkt auf das Handlungsfeld „Leben in zukunftsfähigen Gemeinden gelegt“. Besonders in den Teilzielen „Sicherstellung der ärztlichen Versorgung“ und „Stärkung des sozialen Zusammenhalts“ ist es den Vorstandsmitgliedern wichtig, potenzielle Projektträger zu gewinnen und das regionale Netzwerk zu stärken.

Insgesamt stellte der Workshop eine Möglichkeit dar inhaltliche und strategische Ziele, die Struktur der LAG und die Arbeit des Regionalmanagements zu diskutieren. So konnten wir uns als LAG Westrich-Glantal noch einmal auf die restliche Zeit der Förderperiode einschwören und unsere Ziele fokussieren.

Das Fotoprotokoll des Workshops können Sie hier einsehen.

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